Jetzt ist die Zeit für dauerhafte Regelungen für Homeoffice und mobile Arbeit

Jetzt ist die Zeit für dauerhafte Regelungen für Homeoffice und mobile Arbeit

Kategorie: Aktuelles | Autor: Lorenz Hinrichs

 

Noch im Jahr 2019 waren Begriffe wie Home-Office und mobile Arbeit nur privilegierten Beschäftigten bekannt und vorbehalten. Das änderte sich schlagartig während der Pandemie, als im Rahmen der Corona-Arbeitsschutzverordnung die Arbeit im Home-Office sozusagen „über Nacht“ zu einer situativen Notwendigkeit für viele Beschäftigte wurde. Die Corona-Arbeitsschutzverordnung verpflichtete Arbeitgeber, ihren Arbeitnehmer:innen die Möglichkeit zum Home-Office anzubieten, sofern keine betrieblichen Gründe diesem entgegenstanden.

 

Home-Office-Pflicht endete am 30. Juni 2021

 

Die Verpflichtung der Arbeitgeber, Home-Office anzubieten, endete am 30. Juni 2021, als die derzeit gültige Corona-Arbeitsschutzverordnung in der jetzigen Form auslief. Gemäß §3 der Corona-ArbSchV bleibt die Vorschrift der Kontaktreduzierung in Betrieben jedoch bestehen. Außerdem wird das Home-Office weiterhin im Rahmen der geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel empfohlen.

 

Hier kann eine Situation mit Konfliktpotential zwischen den Betriebsparteien entstehen, bei der es darum gehen kann, welche Maßnahmen zur Kontaktreduzierung ergriffen werden. Daher ist es dringend angeraten, dass Betriebe ihre SARS-CoV-2-Gefährungsbeurteilung aktualisieren und daraus resultierende Mitbestimmungsmaßnahmen angeglichen werden.

 

Was bedeutet das für Ihre Arbeit als Betriebsrat?

 

In vielen Betrieben zeigt sich auf der Regelungsebene ein heterogenes Bild: Entweder existieren keine Betriebs- und Dienstvereinbarungen oder sie sind nur im Ansatz vorhanden oder zeitlich begrenzt.

 

Diese unbefriedigende Ausgangslage kann aber für Sie als Betriebsrat auch eine Chance bedeuten, dauerhafte und gute Regelungen für die Bereiche Home-Office und mobile Arbeit zu gestalten. Unterstützung finden Betriebsräte durch das am 18.06.2021 in § 87 Abs. 1 Nr.14 BetrVG nun ausdrücklich im BetrVG aufgenommenen Mitbestimmungsrecht in der Ausgestaltung von mobiler Arbeit. Dadurch erlangen Betriebsräte ein ausdrückliches Mitbestimmungsrecht bei der „Ausgestaltung von mobiler Arbeit, die mittels Informations- und Kommunikationstechnik erbracht wird“.

 

Um mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und sie rechtssicher ein- und umsetzen zu können, bedarf es der Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen. Die TBS Niedersachsen weist Sie auf relevante rechtliche Punkte auf, die es hierbei zu berücksichtigen gilt, und hilft, mögliche Stolperfallen zu vermeiden und neue Chancen zu nutzen. Die TBS Niedersachsen bieten als Hilfestellung sowohl übergreifende Seminare als auch auf die betriebliche Situation der Interessenvertretung zugeschnittene Beratungen an, indem wir bestehende Vereinbarungen mit Ihnen zusammen überarbeiten oder auch eine erstmalige betriebliche Regelung erstellen.

 

Lassen Sie sich beraten: info@tbs-niedersachsen.de, Tel. 05 11/920 200 40